Krankheitseinheiten

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Die Suche nach Krankheitseinheiten ist/war eine der Hauptbeschäftigungen der Psychiatrie.

Eine Krankheitseinheit verknüpft ein Syndrom mit Verlauf und Ursache.

Als Paradebeispiel gilt die Progressive Paralyse. Hier wurde (vermeintlich?) Symptomatik mit pathologischem Befund, Ursache, Verlauf und Therapie verbunden und eine eindeutige Krankheit (wie z. B. TBC) definiert.

Als wichtigste Kandidaten gelten heute in diesem Sinn Schizophrenie und schwere affektive Störungen.

Ein aktueller Versuch Krankheitseinheiten zu definieren ist die genetische Forschung. Obwohl immer wieder Meldungen auftauchen wie "Gen für Depressionen gefunden", scheinen jedoch soviele verschiedene Gene eine Rolle zu spielen, das es fraglich wird von Krankheitseinheit zu sprechen.

Häufig wird von einer "Stoffwechselstörung im Gehirn" gesprochen. Dies soll auch das Krankheitseinheiten-Konzept unterstützen.

Als Vorbild für Krankheitseinheiten in der Psychiatrie gelten die "großen" somatischen Krankheiten (z. B. Tuberkulose, Diabetes, AIDS).

Samuel Guze, Max Fink und Michael Alan Taylor fordern 3 Dinge um eine "medizinische Diagnose" in der Psychiatrie zu stellen:

1. Gut umschriebene psychopathologische Beschreibung

2. Laborbefunde

3. Ansprechbarkeit auf eine spezifische Behandlung


[bearbeiten] Siehe auch:

DSM und ICD

Psywiki Klassifikation


[bearbeiten] Literatur

Disease versus Dimension in Diagnosis. Edward Shorter, Herman M van Praag. Canadian Journal of Psychiatry Februar 2010

Die Autoren meinen, daß Melancholia, Catatonia, Atypical Depression, ADHD und Panic Krankheitseinheiten sind ???

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